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Das Manuskript von Cergneu/Černjeja – Eine Quelle lebendiger Sprache

23.10.2026 / 18:00

Ort: Via XII Dicembre 28, 33045 Nimis/Neme (UD) | Osteria Al Cacciatore


Wussten Sie, dass einer der außergewöhnlichsten und wertvollsten Zeugen der Sprachgeschichte unserer Region genau hier entstanden ist – in Cergneu/Černjeja, in den Torre-Tälern?

Die Handschrift von Cergneu/Černjeja, auch Černjejski Rokopis genannt, nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, in die Zeit zwischen 1459 und 1585. Sie erzählt von Menschen, Orten, Sprachen und dem Alltag vergangener Zeiten.

Auf gerade einmal 16 Blättern ist ein äußerst seltenes Zeugnis überliefert: eines der ältesten erhaltenen Dokumente in slowenischer Sprache, verfasst im lokalen Dialekt der Torre-Täler und in lateinischer Schrift. Anders als die meisten slawischen Texte des Mittelalters, die überwiegend religiösen Inhalts waren, handelt es sich bei der Handschrift von Cergneu/Černjeja um ein Verwaltungsdokument. Sie verzeichnet Schenkungen an die Marienbruderschaft von Cergneu/Černjeja und eröffnet uns damit einen konkreten Einblick in das Leben der örtlichen Gemeinschaft vor mehr als fünf Jahrhunderten.

Personennamen, Ortsnamen und Wörter aus dem Alltag lassen uns eine Vergangenheit entdecken, die uns erstaunlich nah ist.

Heute wird die Handschrift im Nationalen Archäologischen Museum in Cividale del Friuli/Čedad aufbewahrt. Ihre Geschichte hat jedoch genau hier, in unseren Tälern, ihre Wurzeln. Am Freitag, dem 23. Oktober, stellen Fachleute und Forschende, die sich intensiv mit der Handschrift beschäftigt haben, ihre Geschichte, sprachlichen Besonderheiten und spannende Details vor. Gemeinsam entdecken wir so ein wertvolles Kulturerbe, das seinen Ursprung in Cergneu/Černjeja hat.

Für die musikalische Umrahmung sorgt der Chor Naše vasi aus Taipana/Tipana Im Anschluss gibt es Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein.

 

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